Ludwig Wittgensteins Leben

Ludwig Wittgenstein lebte von 1889 bis 1951. Er wurde in wien geboren.

Wittgenstein studierte in Berlin-Charlottenburg an der Technischen Hochschule Ingenieurswesen. Später setzte er dieses Studium in Manchester fort. Bald galt sein Interesse hauptsächlich der Mathematik. Dann verlagerte er dieses Interesse auf die Grundlagenproblematik der Mathematik und somit auf die Logik und Philosophie. Ab 1912 begann er sich intensiv mit philosophischen Gedanken zu befassen. Dazu lag ihm sehr viel an der Musik und er begab sich auf mehrere Reisen.

Als dann der erste Weltkrieg ausbrach, trat er als Freiwilliger in die österreichisch-ungarische Armee ein.

Nachdem sein Vater starb, spendete er sein beträchtliches Erbe zum Teil für österreichische Künstler und Schriftsteller. Er führte ein sehr einfaches Leben, da er den anderen Teil seines Erbes seinen Schwestern gab. Erst arbeitete er als Lehrer in Wien, später dann als Gärtnergehilfe in einem Kloster bei Wien.

Erst 1929 entflammte sein Interesse an der Philosophie wieder auf. Etwas später veröffentlichte er dann seinen "Tractatus Logico-Philosophicus" als Doktor Dissertation. In Cambridge hielt er viele Vorlesungen und bekam 1937 einen Lehrstuhl. Bis 1947 ging er dem Beruf des Lehrers nach. Zwischendurch half er als Freiwilliger Krankenpfleger im zweiten Weltkrieg.

Wittgenstein hatte viele Begabungen und Vorlieben. Er interessierte sich für Musik, die Technik, die Architektur, die Bildhauerei, die Mathematik, die Logik und natürlich die Philosophie. Trotz seiner vielen Begabungen war er ein sehr "labiler" Mensch. Er hasste Kritik. Er wollte sich auch nicht mit Thesen anderer Philosophen auseinander setzen. Ihm waren Freunde sehr wichtig, genauso wie das einsame, einfache Leben. Seine Schüler waren tief beeindruckt von seinen Vorträgen bzw. seinen Vorlesungen, die er immer frei vortrug. Seit 1949 leidete er an Krebs. Zwei Jahre später starb er an diesem Leiden in Cambridge.


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