Rousseaus Wirkung

Rousseau war ein wichtiger Wegbereiter der Französischen Revolution. In seinen Werken kritisierte er die vor der Revolution herrschende Staatsform, den Absolutismus.
Schließlich war die republikanische Verfassung Frankreichs nach dem Vorbild des "Gesellschaftsvertrags" entworfen. Außerdem hatte Rousseau durch die Betonung der Willensfreiheit und die Ablehnung der Erbsünde großen Einfluss auf die Psychoanalyse (Bezeichnung einer bestimmten wissenschaftlichen Disziplin zur Erforschung unbewusster geistiger Prozesse) und auf die Existenztheorie des 20. Jahrhunderts.
Er beeinflusste ebenfalls bedeutende Personen, wie Immanuel Kant, Friedrich Nietzsche oder auch Karl Marx, der sich sogar auf Sätze Rousseaus direkt berief. Karl Marx ging außerdem bei seiner Kritik an der auf Privateigentum aufgebauten Gesellschaft von Erwägungen aus, die Rousseau schon vor ihm erwähnte. Die Idee der Volkssouveränität von Rousseau findet sich heute in vielen Staatstheorien wieder. Im deutschen Grundgesetz z.B. wird gesichert, dass "alle Staatsgewalt vom Volk ausgeht" (Artikel 20). Weiterhin hat Rousseaus Erziehungstheorie dazu geführt, dass sich tolerantere und psychologisch orientierte Methoden in der Kindeserziehung entwickelten und dass Pädagogen bei der modernen Erziehung auf seine Theorien zurückgriffen.


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