Feuerbachs Philosophie

Feuerbach, der Linkshegelianer

Linkshegelianismus:

-Veränderung des Hegelianismus
-entfernt sich sehr von Hegels Denken

Rechtshegelianismus:

-Aufrechterhaltung des Hegelianismus
- hat im Sinn Hegels Denken lediglich erweitern

Feuerbach gilt als Linkshegelianer, obwohl es allerdings fraglich ist, ihn so zu nennen, weil er sich sehr von Hegels Lehren distanzierte Trotzdem wird Ludwig Feuerbach als der stärkste Vertreter der Hegelianischen Linken anerkannt später kritisierte Feuerbach Hegels Idee der absoluten Vernunft als höchste Form der Selbsterkenntnis


Gedanken über Tod und Unsterblichkeit

"Jetzt gilt es vor allem. den alten Zwiespalt zwischen Diesseits und Jenseits aufzuheben, damit die Menschheit mit ganzer Seele, mit ganzem Herzen auf sich selbst, auf ihre Welt und Gegenwart sich konzentriere."

- Feuerbach veröffentlichte diese erste Schrift anonym.
- Er hatte folglich schon im Vorhinein eine Ahnung davon, dass er wegen dem Inhalt des Buches verachtet wird.
Kritik an der Unsterblichkeit:


-> Der Mensch richtet seine Gottesvorstellung nach seinen persönlichen „Verlangen“ aus. So ist der christliche Gott allmächtig, allwissend und allgegenwärtig, weil der Gläubige es auch gerne wäre.
-> Der Glaube an die Unsterblichkeit ist egoistisch, da der Mensch zum Eigennutze ein Leben nach dem Tode begehrt.
-> Primäre menschliche Natur ist nicht die Vernunft, sondern die Sinnlichkeit.
-> Die Religion ist im Wesentlichen an die Sinnlichkeit gebunden (Lüsten, Begierden, Ängste)

Das Wesen des Christentums

"Alles ist meine Schrift negativ, verneinend, aber, wohlgemerkt, nur gegen das unmenschliche Wesen der Religion. Sie zerfällt daher in zwei Teile, wovon der Hauptsache nach der erste der bejahende, der zweite der verneinende ist."

-> Zentrales Werk seiner Religionskritik
-> Zentralidee: „Gott ist eine Projektion des Menschen.“
Anhand der Dreifaltigkeit erkennt man Ausdrücke gewisser Züge der menschlichen Natur:

1. Gott, der Vater: ursprüngliche Vorstellung
2. Gottes Sohn Jesus: gefühlsmäßiges Bedürfnis, sich auf das Du zu beziehen
3. Heiliger Geist: die in der Liebe begründete Gemeinschaft von Vater und Sohn

-> Jene Gemeinschaft verlangte nach einer weiblichen Komponente, die sie in der Gottesmutter Maria fand.
Weil nicht einzusehen war, warum die Mutter etwas unheiliges sein solle, wenn Vater und Sohn heilig sind, wurde die Mutter auch heilig gesprochen und so eine göttliche Familie geschaffen.
-> Laut Feuerbach ist Gott eine menschliche Idee.
-> In der Lehre, Gott sei aus Barmherzigkeit Mensch geworden, findet er Bestätigung seiner These, weil ein barmherziger Gott ein menschlicher Gott ist.
-> Religion beruht auf von Menschen erschaffenen Illusionen

zurück