Descartes`Leben

Kindheit und Jugend (1596-1616)

René Descartes wurde am 31. März 1596 in La Haye geboren. Seit 1802 trägt jene Kleinstadt im Gebiet Touraine den Namen La Haye Descartes. Descartes verbrachte als viertes Kind in La Haye die ersten 8 Jahre seines Lebens unter Aufsicht seiner Großmutter und einer Amme, da seine Mutter ein Jahr nach seiner Geburt verstarb. Im Alter von 8 Jahren verließ René schließlich seinen Geburtsort, um auf einer Jesuitenschule in La Flèche als Internatsschüler vor allem in Scholastik, Naturwissenschaften und Mathematik zu erlernen. In dieser Zeit begann Descartes auch sich insbesondere sowohl für mathematische als auch für philosophische Probleme zu interessieren. Nach wiederrum 8 Jahren schloss Descartes die Schule erfolgreich ab und nahm laut seinen eigenen Aussagen nahezu ausschließlich positive Erinnerungen an jene Schulzeit mit, als er sich auf den Weg machte Rechtswissenschaft in Universität von Poitiers zu studieren. Im Jahre 1616 schloss er ebenfalls erfolgreich sein Studium in Rechtswissenschaft an der Universität von Poitiers ab.

Philosoph an der Front (1616-1620)

Anstatt auf der Basis seines Studiums in Rechtswissenschaften eine Karriere zu beginnen, wollte Descartes seinen geistigen Horizont erweitern, indem er ,,im Buch der Welt liest". In anderen Worten: Descartes wollte sich die Welt durch Wanderschaften und Reisen genauer anschauen, um dann über das gesammelte Wissen in philosophischer Hinsicht reflektieren zu können. Eine Möglichkeit diese Erfahrungen zu erlangen sah er im Beitritt der Armee und so beanspruchte er eine Ausbildung in Fechten und Reiten sowie in Tanzen und sittlichem Benehmen. Anschließend verbrachte er ein Jahr lang als Soldat, wobei er allerdings nie sein Primärziel, Probleme der Mathematik und Philosophie zu lösen, aus den Augen ließ. SO verfasste er im Jahre 1618 ein Buch namens ,,Musicae compendium", das sich mit Mathematik und Physik befasste. Nach Reisen durch Deutschland und Dänemark, meldete sich er wieder freiwillig als Soldat und nahm im ersten Kampf des 30jährigen Krieges unter Herzog Maximilian von Bayern an der Eroberung Prags teil. Angeblich soll Descartes nach diesen Kämpfen Träume und Visionen gehabt haben, die ihn dazu aufforderten eine Art ,,universale Methode zur Erforschung der Wahrheit" zu entwickeln. Letzen Endes gab René Descartes im Jahre 1620 das Dasein als Soldat auf.

Weitere Reisen und Niederlassung in Paris (1620-1629)

Nach Aufgeben des ,,Soldatenlebens" unternahm der Philosoph und Mathematiker weitere Reisen in Deutschland, Holland, Italien und in der Schweiz, bis er sich 1625 in Paris niederließ und dort sein Erbe in Anspruch nahm. In der Metropole erreichte Descartes hohes Ansehen, sogar bei den Staatsoberhäuptern. Er gewann sogar ein Duell.

Holland, die damalige Blüte des Geistes(1629-1649)

Ganze 18 Jahre verbrachte er Studien betreibend in Holland, wobei er stetig Wohnort wechselte und von einem Dienstmädchen ein Mädchen geschenkt bekam, das leider nach fünf Jahren starb, was René Descartes schwer in Mitleidenschaft zog. Stets lebte Descartes in dieser Zeit sehr zurückgezogen, hatte jedoch viele Kontakte mit Gelehrten in ganz Europa, mit denen er sich durch Briefe austauschte. In der Zeit bis 1649 brachte Descartes mehrere philosophische und auch physikalisch-mathematische Werke heraus. Rege Diskussionen unter den Menschen, vor allem bei den Geistlichen, rufte eine seiner Theorien hervor. Diese Theorien waren sein Gottesbeweis und die Vorstellung eines eventuell existierenden ,,Diabolus", der die Sinne der Menschen gezielt täuschen könnte, um sie in die Irre zu führen.

Tod an Lungenentzündung

Auf Einladung von Königin Christina von Schweden zog er zu deren Residenz in Schweden um, damit er sie unterrichten möge. Jedoch verlange sie von ihm, jeden Morgen um Fünf Uhr zu erscheinen, was ihn gesundheitlich sehr in Mitleidenschaft zog, da Descartes es stets vorzog, morgens lange im Bett zu liegen und abends bis in die Nacht hinein im Bette liegend zu philosophieren. Schließlich erkältete er sich und starb im Jahre 1650 an einer Lungenentzündung, wobei zu Erwähnen ist, dass Theorien einer möglichen Arsenvergiftung von einigen Forschern durchaus im Umlauf sind.


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